Międzygórze

Międzygórze (deutsch Wölfelsgrund) ist ein Urlaubsort gelegen am Fuße von Śnieżnik (Schneeberg) auf 560 bis 680 m Seehöhe. Er ist bekannt für malerische Landschaften, reiche Flora und Fauna und hervorragende Klimaverhältnisse – eine perfekte Basis für Ausflüge und Wanderungen in die Umgebung. Auf gut ausgeschilderten Routen kann man auf Śnieżnik, Góra Igliczna (Spitziger Berg), zur Wallfahrtskirche Maria Schnee, zum „Märchengarten”, nach Międzylesie und nach Stronie Śląskie wandern, wo sich die Jaskinia Niedźwiedzia (die Bärenhöhle) befindet.

Der Wölfelsfall ist eine der größten Attraktionen von Międzygórze. Der Fluss stürzt hier in einer 27 m hohen Kaskade herab und setzt seinen Weg in einer engen, tiefen Schlucht mit fast senkrechten Wänden fort. Das Reservatgebiet eignet sich hervorragend für Besichtigung. Zu beiden Seiten des Wasserfalls gibt es mit Schranken gesicherte Aussichtspunkte.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Besiedelung von Międzygórze erfolgte relativ spät, was durch die Berglage der Ortschaft tief im Tal bedingt war. Um 1580 wurde hier am Zusammenfluss von Wilczka (Wölfel) und Bogoryja ein Holzfällerdorf angelegt. Da es in der Gegend keine landwirtschaftlichen Nutzflächen gab, entwickelte sich das Dorf hauptsächlich durch die Holzindustrie und Gewerbe. Im Laufe der Zeit lernte man allerdings auch die klimatischen Vorzüge des Ortes schätzen. 1840 hat die Prinzessin Marianne von Oranien, Ehefrau von Prinz Albrecht von Preußen, Międzygórze und die Gegend um den Glatzer Schneeberg gekauft und die Entwicklung des Ortes zu einem beliebten Höhenluftkurort gefördert. Für die ersten Sommerfrischler wurden Hotels und Pensionen sowie eine Gaststätte gebaut und Forellenteiche angelegt. Bei den Wanderungen auf den Glatzer Schneeberg konnten die Gäste Leistungen eines Bergführers, Träger und sogar Tragsessel in Anspruch nehmen. Auch der Wölfelsfall wurde touristisch erschlossen. Es entstanden um ihn herum die Aussichtsterrassen, die man mit bequemen Pfaden und Steintreppen verband und über den Wasserfall wurde eine stilvolle Brücke geschlagen.

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Międzygórze rasch zu einem Wintersportort. Sehr beliebt waren Schlittenfahrten aus Czarna Góra (Schwarzer Berg) und Schneeberg. Gleichzeitig entwickelte sich Rennrodeln. Die Hauptrolle spielte allerdings Skifahren. Skikurse wurden vom österreichischen Skipionier Mathias Zdarsky geführt. Seine Glanzzeit erlebte Międzygórze in der Zwischenkriegszeit, der Ort beherbergte damals 10 Hotels und Gaststätten, 15 Pensionen, ein Sanatorium mit 100 Übernachtungsplätzen. Darüber hinaus gab es eine Sprungschanze, Schlittenbahnen, ein Schwimmbad und ein Freibad. Die weitere Entwicklung des Ortes wurde durch den Krieg gehemmt. Glücklicherweise wurde die Gegend von Kriegszerstörungen weitgehend verschont und fast alle Sehenswürdigkeiten blieben intakt.

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